Achtung! Baustelle!

Nach langer, langer Pause bin ich nun endlich wieder auf “Blaue­lakritze” aktiv! Nicht nur ich bin umge­zo­gen, son­dern auch mein Weblog — auch wenn man es zunächst vielle­icht gar nicht bemerkt. Rein äußer­lich gibt es einen neuen Look, aber auch “hin­ter den Kulis­sen” war viel los. Das Blog war ursprünglich auf Serendip­i­ty erstellt wor­den — das war vor fünf, sechs Jahren! Jet­zt läuft es unter Word­Press. Außer­dem wird es auf einem anderen Serv­er gehostet — die Umzugsplack­erei hat­te Admin‑V… Danke für Deine Hilfe!

Lei­der sind etliche alte Beiträge im Zuge der Baustel­lenar­beit­en ver­loren gegan­gen. Von vie­len Beiträ­gen musste ich mich tren­nen, denn es ist eine zeitraubende Arbeit, die Fotos kor­rekt zuzuord­nen und einzufü­gen und die Beiträge zu formatieren.

Momen­tan (Stand: August 2018) sind einige alte Beiträge zu sehen, die noch nicht über­ar­beit­et sind — d.h. man sieht noch die ins Leere laufend­en Links zu den Fotos. Bitte entschuldigt das — ich bin dabei, diese Lück­en zu füllen. Außer­dem bemühe ich mich, aktuelle Beiträge zu ver­fassen. Das dauert eine Weile, denn ich bin mit all den vie­len Möglichkeit­en, die Word­Press bietet, noch lange nicht vertraut!

So oder so — ich freue mich sehr, dass Du den Weg zu meinem Blog gefun­den hast! Ich hoffe, Du schaust hin und wieder mal vor­bei und hast Spaß beim Lesen. Ich freue mich auch über Kommentare!

…endlich raus!

Heute war “küh­leres” Wet­ter (…also alles unter 30°C) ange­sagt — und so habe ich beschlossen, endlich mal wieder etwas draußen zu unternehmen. Um kurz nach 9 habe ich dann mein Rad aus dem Keller geholt, meine Sachen draufgepackt und bin los­ger­adelt. Ehrlich gesagt hat­te ich bei der Abfahrt keinen Plan, wohin es gehen sollte… also ein­fach so drauf los!

Natür­lich — wie kann es anders sein? — bin ich mal wieder ent­lang der Niers ger­adelt. Dies­mal aber flus­saufwärts, in Rich­tung Wick­rath­berg und Wan­lo. Auf “mein­er” Bank an der Niers habe ich dann eine kleine Pause eingelegt.

Etwas stutzig machte mich dann der viele Mod­der rund um die Wei­den am Ufer der Niers: Wie kann hier so viel Matsche sein, wenn es doch wochen­lang nicht gereg­net hat?

Und über­haupt: So viel Wass­er im Flüss­chen! Naja, ehrlich gesagt wusste ich des Rät­sels Lösung schon — ein paar hun­dert Meter weite, ver­steckt im Gebüsch, plätschert munter…

…ein net­ter klein­er Spring­brun­nen! Gespon­sort von Rhein­braun, ähm sor­ry: RWE pow­er! Grund­wass­er, das rund um den riesi­gen Tage­bau abgepumpt wird, sprudelt hier unschuldig (und gut ver­steckt!) wieder in die Niers — der anson­sten wohl schon lange die Puste — bess­er: das Wass­er — aus­ge­gan­gen wäre.

 

Dann wollte ich eigen­lich schauen, wie nah ich an den Tage­bau komme und bin Rich­tung Borschemich (…was es ja schon nicht mehr gibt!) ger­adelt. Die vie­len Warn- und Ver­botss­childer haben mich dann aber doch davon abge­hal­ten, weit­er in Rich­tung Gruben­rand zu fahren. Also umge­dreht und Rich­tung Keyen­berg ger­adelt. An der Keyen­berg­er Kirche kam ich auf die lustige Idee, mal den Radrouten-Weg­weis­ern zu fol­gen. Wo ich wohl auskomme?

Unver­hofft bin ich schließlich irgend­wo im Gebüsch gelandet, der Rad­weg war ziem­lich zugewuchert. Als das Gewuch­er sich lichtete, ent­deck­te ich zu mein­er Recht­en ein kleines Rinnsal und einen vol­lkom­men aus­getrock­neten Ententeich.

Da war sie ja wieder, die Niers! Hier war ich noch nie — schon bald lan­dete ich in Kuck­um. Da war es also — das Ende der Niers.. oder, wenn man will, ihr Anfang. In Kuck­um (oder bess­er gesagt: in Unter­westrich) wird wird Wass­er in den Wei­her des Zour­shofes ein­geleit­et — und daraus “entspringt” dann die kleine Niers.

Auf ein­er Infotafel finde ich inter­es­sante Infor­ma­tio­nen: Jährlich wer­den etwa 4 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Wass­er an ver­schiede­nen Stellen in die Niers ein­geleit­et. Diese Menge entspricht dem Trinkwasserver­brauch von etwa 86 000 Per­so­n­en pro Jahr in Deutschland.

Ein ziem­lich bek­nack­ter Grund ver­an­lasste mich an dieser Stelle meine Rück­fahrt nach Wick­rath anzutreten: Die kleinen Zah­n­räder mein­er Ket­ten­schal­tung qui­etscht­en beim Fahren der­maßen, dass ich total ent­nervt war. Also auf kürzestem Wege zurück nach Hause.

Auf dem Heimweg bin ich dann noch an einem inter­es­san­ten Punkt vor­bei gekom­men: Dem Wasser­w­erk in Wan­lo. Aber darüber schreibe ich einen eige­nen Beitrag!

Mal wieder in… Zeeland!

mid9Nach­dem ich mich recht spon­ti für die Herb­st­fe­rien noch in “De Ban­jaard” (Kamperland/​Zeeland) ein­quartiert habe, möchte ich hier aber nicht mit den üblichen Panora­mafo­tos vom Meer aufwarten — obwohl ich natür­lich welche gemacht habe! :o)
Gestern waren wir in Mid­del­burg. Eigentlich wollte ich zum Drachen­laden, um mal zu schauen ob es dort eine nette Lenkmat­te gibt, die mir gefällt. Aber als wir nach län­ger­er Kurverei durch die Stadt dann endlich vor dem Haus “Damplein 9” standen, blink­te uns dort schon das “gesloten”-Schild ent­ge­gen. Jammer!
Naja, dann sind wir eben so ein wenig durch die schöne Stadt getip­pelt, haben (voll tourimäßig!) Postkarten gekauft und ich habe (eben­falls voll tourimäßig…) meine Kam­era raus­ge­holt und wie wild fotografiert.
Irgend­wie ragen über­all in der Stadt alte Türme, Türm­chen oder Stufengiebel in den Him­mel. Wenn man Glück hat find­et man auch die dazu gehörende Kirche.

mid2So sind wir also in der ehe­ma­li­gen Abteikirche in Mid­del­burg gelandet. Eher zufäl­lig, aber schon beeindruckend.
Um 1100 wurde die Abtei gegrün­det durch Prä­mon­stratenser, die aus Antwer­pen hier­her kamen. Ich finde es immer faszinierend mir auszu­malen, mit welchen ein­fachen Mit­teln und unter welchen Anstren­gun­gen die Men­schen damals dieses Bauw­erk erre­ichtet haben! Das ist schon irre, finde ich! (…okay, irre ist vielle­icht nicht das richtige Wort, aber egal!).

mid7Etwas ver­wirrend fand ich, dass sich im Inneren der “Abdijk­erk” zwei durch Mauern und eine Art “Durch­gang­shalle” getren­nte Kirchen befind­en: Die “Koork­erk” (der ehe­ma­lige Mönch­schor) und die “Nieuwe Kerk”. Wobei nur die “Koork­erk” irgend­wie noch nach Kirche aussieht (mit Bänken, Kanzel und so etwas wie einem Altar). In der “Koork­erk” hängt auch diese etwas eigen­tüm­lich anmu­tende Orgel,

Der mächtige Turm der Kirche ist 90,5 Meter hoch und wurde im 14. Jh. an die Süd­wand der Abteikirche ange­baut. Hochgek­let­tert sind wir nicht, war lei­der auch “ges­loten”… ;o)
Im zweit­en Weltkrieg wurde der Gebäudekom­plex durch einen Brand nach einem deutschen Bom­barde­ment (Mai 1940) schw­er beschädigt — aber anschließend in heutigem Zus­tand wieder aufgebaut.

mid5Beson­des schön finde ich ja immer die Kreuzgänge. Auch diese Abtei hat natür­lich einen, und Besuch­er kön­nen da sog­ar rein. Im Hof des Kreuz­gangs ist ein schön­er klein­er Kräuter­garten angelegt, mit sym­metrischen Beeten und Buchs­baumheck­en. In der Mitte ste­ht ein Brunnen.
mid6Ich mag die Atmo­sphäre in den Kreuzgän­gen. Dieser hier ist “geschlossen”, mit hohen Fen­stern und trotz­dem ein wenig “däm­merig”. Umso schön­er ist das Licht, das aus den gotis­chen Fen­stern in den Kreuz­gang dringt. Vielle­icht kön­nen die Fotos ja ein wenig von dieser Atmo­sphäre wiedergeben…

Soooo schön…

..war gestern der Son­nenun­ter­gang hier am Meer! Für sieben Minuten tolles Licht — das muss man ausnutzen!

Also Nase in den Wind und Fin­ger an den Auslöser!

Danke an Mar­i­on für die schö­nen Fotos.

Jaaaaa — endlich wieder in Oostkapelle!

Tja, Leute… es ist mal wieder so weit: mich hat’s wieder nach Oost­kapelle verschlagen!palme
Eine ganze Woche Urlaub an der Nord­see — heel lekker!

Bei der Ankun­ft gegen 14 Uhr war der Him­mel blitze­blau und hin und wieder gab’s ein kleines Wölkchen. Also mal schnell ab zum Strand, dem Meer “hal­lo!” sagen.
pommes

Die Ferien­häuser hier im Ort sind nur spär­lich belegt. Soll mir recht sein, je weniger Betrieb umso bess­er. Pommes gab’s schon — im “Piraat” natür­lich. Mit Magenbeschw­er­den allerd­ings nicht so wirk­lich zu empfehlen…
Ich nutze die Gele­gen­heit, mal wieder etwas in meinem Blog zu schreiben. Und ein paar mein­er genialen Star-Fotografien zur Schau zu stellen… grinsel
Lei­der hat unser Einkauf­strupp kein Grolsch muschelnmit­ge­bracht, son­dern nur Heineken in Mini-Flaschen… Ist aber auch egal…
Mor­gen oder über­mor­gen werde ich mal eine kleine Bird-Watch­ing-Tour machen. Ich habe aber lei­der nur meine “kleine” Kam­era dabei, so dass ihr auf tolle Fotos wahrschein­lich verzicht­en müsst ;o)
So, jet­zt mal Schluss — jet­zt wird gezockt! (Heck­meck, wer’s kennt!)

Qual der Wahl?

Vor einiger Zeit habe ich nun hier in meinem Blog die Kat­e­gorie “ex lib­ris” eröffnet.
Und seit­dem grüble ich, welch­es mein­er vie­len (Lieblings)Bücher ich hier zuerst vorstellen soll. Über­haupt — ich will hier kein(e) Reich-Ran­ic­ki, Karasek oder Hei­den­re­ich wer­den, es geht ein­fach um Büch­er, die mir gut gefallen.
Dann kommt das zweite Prob­lem: Was schreib’ ich über das Buch mein­er Wahl? Dass es mir ein­fach so gut gefall­en hat? Dass es so ein schönes Titel­bild hat? Dass der Klap­pen­text wirk­lich anrührend ist? Alles Klimbim.
Ich habe in den let­zten Wochen viel gele­sen — gott­sei­dank, es klappt wieder mit mein­er Konzen­tra­tion, und meine Augen machen auch wieder mit. Die meis­ten Büch­er waren Thriller oder Krim­is, etwas für die Span­nung eher, weniger lit­er­arisch­er Hochgenuss (…wobei es ja dur­chaus auch AutorIn­nen gibt, die bei­des zu verbinden wis­sen). Von manchen weiß ich nichts mehr, andere sind mir gut im Gedächt­nis geblieben. Für den Anfang habe ich zwei Büch­er ausgewählt:

halbeslebencov“Mehr als nur ein halbes Leben” von Lisa Gen­o­va und
c_hq_diegrube“Die Grube” von Ingrid Bachér.

 

 

In “Mehr als nur ein halbes Leben” ist Sarah die Pro­tag­o­nistin, eine Kar­ri­ere­frau mit smartem Ehe­mann, Haus, Hund und drei Kindern: Lucy, Char­lie und der kleine Linus. Erfol­gre­ich, immer auf Zack und immer in Zeit­not. Bis zu dem Tag, an dem sie mit voller Geschwindigkeit auf der Land­straße in ein Stauende rast…
Okay, jet­zt erwartet ihr bes­timmt, dass es tragisch-kitschig-melo­drama­tisch weit­erge­ht — so à la: “Dann war nichts mehr wie zuvor…”
Nun gut, so ist es eigentlich auch: Sarah erwacht im Kranken­haus­bett, geblendet vom weißen Neon­licht und mit einem Schlauch im Mund. Acht Tage nach dem Autoun­fall. Das ist auf Seite 81. Sie weiß wie sie heißt, wo sie wohnt, wie alt sie ist und dass sie drei Kinder und einen net­ten Ehe­mann hat. Doch ziem­lich bald merkt sie auch, dass etwas ganz und gar nicht stimmt:irgendwie scheint es von allem keine linke Seite mehr zu geben. Kein Mess­er links neben dem Teller. Keine Schokosoße links auf dem Dessert. Keine linke Hand, kein linkes Bein.
Sich­er kön­nt ihr euch vorstellen, mit welchen Prob­le­men sich Sarah in der fol­gen­den Zeit kon­fron­tiert sieht. Das will ich hier auch gar nicht alles ver­rat­en… gesagt sei nur: Sie kämpft sich mit Aus­dauer und Mut zurück ins Leben. In ein Leben, das kom­plett anders ist als das, das sie zuvor geführt hat.

Ein­fühlsam, mit viel Humor und wenig pathetisch und ohne den typ­isch amerikanis­chen “Zuck­er­guss” beschreibt Lisa Gen­o­va Sarahs Weg. Trotz viel­er Rückschläge und Ent­täuschun­gen lässt sie sich nicht beir­ren. Sie trauert nicht um das, was sie nicht mehr kann — statt dessen ent­deckt sie neue, ungeahte Möglichkeit­en, die in ihr stecken.
Genau das ist es, was mich an diesem Buch berührt hat: Da bekommt ein Men­sch echt eine volle Ladung auf den Deck­el — aber anstatt sich zu verkriechen und sich zu bemitlei­den geht er offen­siv und kreativ mit den Gegeben­heit­en um. Ent­deckt und fordert sein Poten­zial. Lernt, dass Leben auch anders gehen kann — langsamer, bewusster, stiller vielle­icht, manch­mal eben auch unfrei­willig langsamer. Aber immer mit “mehr”, das auf den ersten Blick vielle­icht gar nicht zu erken­nen ist.

Hallo Welt!

tubenOb ihr’s glaubt oder nicht: Mich gibt’s noch!
Zugegeben — ich bin etwas, naja wie soll ich sagen — blog­faul in den let­zten Monat­en. Dabei gäbe es doch etlich­es zu berichten.
Heute stelle ich mal ein paar Bilder ein. Ich habe näm­lich neben ein­er neuen Kam­era (…über die ich ja auch schon seit Monat­en etwas hier schreiben wollte!) neuerd­ings auch ein Wacom-Grafik­tablett. Geburt­stags­geschenk, sozusagen.
Was um alles in der Welt macht frau wie ich mit so ’nem Grafik­teil? Na, logo: dig­i­tal kunst­werken, was sonst!?
gooseAlso — jet­zt mal ganz ser­iös: Ich habe mir das Gerät gekauft, um Skizzen, Zeich­nun­gen, Comics und sowas dig­i­tal erstellen zu kön­nen. Neben­bei kann die mit­gelieferte Soft­ware aber noch gaaaaanz gaaaaanz viele andere Sachen… und die sind fast noch kreativ­er, als mit Stift und Tablett zu zeichnen.

tabletten2Ich finde ger­ade die Kom­bi­na­tion inter­es­sant, aus Fotos, die ich sel­ber aufgenom­men habe (zum großen Teil noch mit mein­er “alten” G11) solche dig­i­tal­en Malereien zu machen. Abends sitze ich dann gerne am Com­put­er und tobe mich kreativ aus — und das ganz ohne Gek­leckse, undichte Farb­tuben oder umgekippte Pin­sel­wäsch­er! Grandios! (…nun gut, ehrlich: Das kreative Chaos und Getüm­mel beim “echt­en” Malen kann auch das toll­ste Tablett nicht ersetzen!)
Bis­lang habe ich das immer an meinem neuen Lap­top gemacht, aber heute habe ich mal meinen Müf­fel angeschmis­sen (ein stin­knor­maler Desk­top-PC). Er scheint mit Corel Painter und Pho­to­shop allerd­ings schon etwas über­fordert zu sein — und das, obwohl er noch fast! neu ist und eigentlich ein ganz flottes und gut aus­ges­tat­tetes Kerlchen… (okay, okay… on-board-Grafik… da muss ich wohl Ein­schränkun­gen hinnehmen!).
So, und bevor ich jet­zt vom Hölzken auf­fet Stöcksken komme, mache ich mal schluss hier und platziere noch ein paar Kunstwerke.

Amsel zum Frühstück

Heute früh wurde ich Zeu­g­in eines drama­tis­chen Vor­falls — während ich noch halb ver­schlafen auf dem Balkon weilte (…um nach den Kan­inchen zu schauen, ihr versteht…).

494099_web_R_K_by_uschidreiucker_pixelio.deGroßes Geraschel und Gemenge im Gebüsch vor dem Haus. Eine Amsel ergreift laut zeternd die Flucht. Aber da ist noch ein anderes Tier… eine Katze?
Momente später kommt dann ein blau­graues Etwas aus dem Gestrüpp. Ein Raub­vo­gel? Naja, zumin­d­est beschirmt das Viech irgen­det­was mit seinen Flügeln — ganz nach Raub­vo­ge­lart. Das bemitlei­denswerte Wesen in den Fän­gen des Jägers war wohl Frau Amsel… die heute nicht schnell genug war, um dem Greifvo­gel zu entkommen.
Puh — naja, das ist die Natur. Ich gehe davon aus, dass der Raub­vo­gel ein Sper­ber war — vielle­icht “wohnt” er auf dem nahen Fried­hof. Faszinierend — aber auch ein biss­chen traurig.
Das Bild ist übri­gens von pixelio.de — hier liegt (noch) kein Schnee — und zeigt einen Sper­ber auf der Jagd nach sein­er Lieblingsspeise: Singvögeln (wie z.B. Amseln). Da ist doch ein Fut­ter­häuschen echt sowas wie ein Sper­ber-Mäck­es, oder? ;o)

Bücherwurm

buch2Eine neue Kat­e­gorie taucht heute in meinem Blog auf: “Ex libris”.
Nein, nein — ich bin nicht unter die Latein­er gegan­gen! Macht euch also keine Sor­gen! ;o)

 
buch1Da ich in let­zter Zeit sehr viel lese und weniger draußen unter­wegs bin, habe ich diese Kat­e­gorie neu eingestellt. Ich möchte hier einige der Büch­er vorstellen, die ich gut finde und gerne gele­sen habe. Natür­lich bin ich auch ges­pan­nt darauf, was ihr dazu denkt: Vielle­icht habt ihr ja das ein oder andere Buch auch gele­sen. Dann würde ich mich über einen Kom­men­tar von euch sehr freuen!

quer geflötet

flu2Eigentlich… also: Eigentlich wollte ich diesen Beitrag ja schon laaaange geschrieben haben!
Eigentlich sollte er direkt nach meinem Bericht aus der “Muziek­cen­trale” kom­men… aber dann gab’s erst ein­mal eine ziem­lich lange Sende­pause hier in meinem Blog…
Nun bin ich schon seit mehr als einem Jahr stolze und begeis­terte Besitzerin ein­er neuen Quer­flöte. Meine alte Flöte, die ich vflu6or etwa 25 Jahren (…ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr so ganz genau!) bekom­men habe, ist doch schon sehr in die Jahre gekom­men. Natür­lich wurde sie im Laufe ihres lan­gen Flöten­lebens mehrfach in der Werk­statt eines kundi­gen Instru­menten­bauers über­holt und gewartet. Aber nach einem Viertel­jahrhun­dert nagt eben auch der Zahn der Zeit an der feinen Mechanik der Querflöte.
Seit einiger Zeit spiele ich wieder regelmäßig — nicht zulet­zt, seit ich das Ensem­ble “flötis­si­mo!” für mich ent­deckt habe, in dem ich jet­zt jede Woche flöte. Eine neue Quer­flöte zu kaufen wäre mir ja noch vor drei, vier Jahren niemals in den Sinn gekom­men. Aber vor einem Jahr dann habe ich den Gedanken “Och, eine neue Flöte wäre bes­timmt auch richtig toll!” dann in die Tat umgesetzt.

Meine alte Flöte war ein Instru­ment von Pearl, einem japanis­chen Her­steller. Damals — also als ich mich in der Hoch-Zeit mein­er Flötenkün­ste befand — war das schon eine gute und nicht ganz “bil­lige” Wahl für ein Schü­lerin­s­tu­ment. Und auch heute bietet Pearl sehr gute Flöten für jeden Geschmack (und für fast jeden Geld­beu­tel) an. So war ich eigentlich sich­er, dass auch meine neue Flöte eine von Pearl sein sollte.
Nun ja, da wurde ich spätestens im “Euro­pean Flute Cen­tre” von Adams eines besseren belehrt. Dass es viele Instru­mente zum Aus­pro­bieren gab, habe ich euch ja schon erzählt. Damals war die Entschei­dung gar nicht so ein­fach — aber heute weiß ich, dass es abso­lut richtig war und ich mich für die ide­ale Quer­flöte entsch­ieden habe.

Sonare_logo“Sonaré” — diesen Namen kan­nte ich ehrlich gesagt bis zu diesem Zeit­punkt gar nicht. Im Inter­net habe ich mich dann erst­mal schlau gemacht: Sonaré ist qua­si ein Ableger der amerikanis­chen Edelflöten­man­u­fak­tur Verne Q. Pow­ell — allerd­ings mit für “seri­ous inter­me­di­ate flutists” erschwinglichen Preisen.
flu4So kommt “meine Neue” also zu einem voll­sil­ber­nen Kopf­stück aus der Pow­ell-Sig­na­ture-Rei­he. Der “Rest” ist dann “made in USA” und von Sonaré. Aber nun genug der Fachsimpelei.
Nach­dem ich also im bere­its aus­führlich beschriebe­nen Musikgeschäft etwas mehr als (m)ein Monats­ge­halt gelassen hat­te, durfte ich die Quer­flöte dann mein Eigen nennen.
Schnell ist mir klar gewor­den, dass dieses Instru­ment wirk­lich sein Geld wert ist: die Töne sprechen klar und kräftig an, die Mechanik “läuft” und ist fed­er­le­icht im Spiel. Der kräftige aber keines­falls zu harte Klang der Flöte ist echt ein Traum!
Natür­lich liegt es auch an der Kon­di­tion und der guten Übung des Flötis­ten — aber selb­st nach langer, langer Übungspause gelingt es mir, wirk­lich schöne und runde Töne in (fast!) allen Ton­la­gen zu spielen.
flu1Im Gegen­satz zu mein­er alten Pearl-Flöte hat meine neue Flöte Ringk­lap­pen. Das bedeutet, dass die Klap­pen, auf denen Fin­ger ruhen (ja klar, es gibt auch Klap­pen, auf denen kein Fin­ger ruht) mit einem Loch verse­hen sind. Drückt man die Klappe, so dichtet der entsprechende Fin­ger das Loch ab und der Ton erklingt. Ein­fach gesagt — aber in der Prax­is gar nicht so leicht! 25 Jahre hat­te ich mit geschlosse­nen Klap­pen musiziert — und jet­zt das! Oft passiert es näm­lich, dass die Fin­gerkuppe doch nicht opti­mal (=dicht!) auf der Klappe liegt — und dann gibt’s eher einen “Heuler” als einen angenehmen Ton, weil die Luft doch noch durch die kle­in­sten Ritzen entweicht.

Glück­licher­weise gibt es aber diese winzi­gen und über­aus nüt­zlichen Silikon­stopfen, die die Ringk­lap­pen ver­schließen! Die habe ich anfangs immer reinge­tan und nach und nach her­aus­ge­holt, so dass erst ein Fin­ger, dann zwei, dann drei die offe­nen Klap­pen ordentlich abdeck­en. Mit­tler­weile gelingt mir das ganz gut — nur beim linken Ringfin­ger gibt’s oft noch Ärg­er… naja, warum habe ich auch so kurze Finger?
h_fussMeine Flöte hat keinen h‑Fuß. Viele Flöten­mod­elle haben dies jedoch zur Auswahl. H‑Fuß bedeutet, dass das Flöten­rohr etwas länger ist, mehr Klap­pen hat und man anstatt “nur” bis zum c1 dann noch tiefer zum h1 kommt. Auf der Grafik seht ihr, wie solch ein ver­längertes End­stück der Flöte aussieht.

VQP

Falls ihr Lust habt, euch mal auf der wun­der­schö­nen Web­seite von Pow­ell-Sonaré umzuschauen:
Der Link ver­birgt sich hin­ter der Grafik. Es erklingt übri­gens auch tolle Flötenmusik!